fli4l.de
fli4l ist nicht nur sehr nuetzlich um mal eben 'schnell' einen Router im Internen Netz oder fuer den Anschluss ans Internet zusammenzustoepseln. Da er noch auf der alten libc5 basiert sind seine Komponenten schlanker als alles was zurzeit so bei den normalen Linux Distributionen kursiert. Besonders wichtig fuer mich war das er je nach Aufgabengebiet auch noch mit 8MB Ram Hauptspeicher auskommt. Das erweitert den Kreis der Infragegekommenden Rechner doch ungemein. Da fangen dann selbst uralte Mainboards mit 33Mhz Prozessor und 8x1MB 30 Poligen Simms neu zu Leben an. Die 33Mhz reichen uebrigens um einen `Normalen` T-Dsl Anschluss ohne Leistungsverlust durchzurouten.
(Weniger duerfte aber ohne Durchsatzverlust nicht mehr machbar sein)
Fuer einen reinen DSL Router ist es nicht erforderlich besondere Anpassungen an den Ram Disks vorzunehmen.
Bei einem reinen ISDN Router ist es noetig die groesse der Ram Disk fuer /opt in der base.txt auf 1024 zu setzen.

Generell

Es geht um die erstellung einer fli4l Diskette von der ein System gestartet wird das in der Lage ist sowohl eine dsl als auch eine ISDN Anbindung aufzubauen und zu Routen. Der dsl Zugang ist dabei eine Flat und als default Zugang definiert, der ISDN Zugang wird nur nach aenderung der default Einstellung mitthilfe von imonc angewaehlt.

Diese Beschreibung erhebt KEINE Anspruch auf Vollstaendigkeit, sie soll nur eine Ergaenzung zur bestehenden fli4l Dokumentation sein

Da der Rechner nur 8MB hatt muss die Standart Konfiguration noch etwas angepasst werden. d.h die Ram Disk die optionalen Pakete enthaelt muss von 2048 auf 1184 verkleinert werden und es muss ein neues rootfs.img erstellt werden das entpackt etwa 1MB belegt. Ansonsten kommt es beim Betrieb des Routers wegen Speichermangel zu Fehlermeldungen wie:
VM Killing Prozess grep
Das kann zwar eine ganze Zeit lang gutgehen aber irgendwann erwischt es mal einen `wichtigen` Prozess und die Kiste haengt sich weg.
Durch die 8MB ist neben dem DSL Zugang auch nur 1 ISDN Zugang(CIRCUIT) moeglich fuer weitere ist einfach kein Platz mehr, ansonsten spielt die VM wieder Russich Roulette mit den Prozessen.

Grundsaetzlich sind in der Datei fli4l-2.0.8.tar.gz nur die Dinge enthalten die zum erstellen eines Ethernet Routers benoetigt werden. Alles andere wie DSL, ISDN oder Modem muss ueber weitere Packete hinzugefuegt werden
ALLE Zeilen die mit $ beginnen muessen ueber die Kommandozeile eingegeben werden.

1. Installation

Entpacken von fli4l-2.0.8.tar.gz mit:
$ tar -xzlpvf fli4l-2.0.8.tar.gz
danach mit
$ cd fli4l-2.0.8
ins Verzeichniss wechseln. Hier werden dann mit:
$ tar -xzlpvf dsl.tar.gz
$ tar -xzlpvf isdn.tar.gz
die Zusaetzlichen Packete entpackt.

2. Config Dateien

Als erste muessen nun die im Verzeichniss config liegenden 3 Dateien base.txt , dsl.txt, isdn.txt angepasst werden.

ACHTUNG: Nicht Vollstaendig

base.txt:
RAMSIZE='1184'

In der isdn.txt ist es bei ISDN_CIRC_x_DIALOUT wichtig das die komplette Nummer inclusive der fuehrenden 0 als z.b 010880193094100 angegeben werden muss.
Bei ISDN_CIRC_x_TIMES darf im String kein Y (setzt den Default Zugang) auftauchen, da muss ein N hin, sonst gibts ne Fehlermeldung das mehrere Default Zugaenge zur Gleichen Zeit definiert sind.
In der dsl.txt braucht in der PPPOE_TIMES nichts geaendert zu werden.

3. Erstellen des verkleinerten rootfs

Die Bootdisk Howto war an dieser Stelle ganz hilfreich!

Erstmal mit:
$ cd src
das Verzeichniss wechseln. Dann mit:
$ dd if=/dev/zero of=./rootfsneu.img bs=1k count=1024
die neue Datei erstellen. In dieser Datei wird dann mittels:
$ /sbin/mke2fs -m 0 -N 700 ./rootfsneu.img
ein ext2 Filesystem erstellt. (Zusaetzliche Abfrage von mke2fs mit `y` beantworten)
Das ganze wird dann mittels:
$ gzip -9 rootfsneu.img
komprimiert. Das urspruengliche leere rootfs Image zu sichern ist vermutlich eine gute Idee:
$ mv rootfs-empty.img.gz rootfs-empty-orig.img.gz
Umbennen der Datei rootfsneu.img.gz
$ mv rootfsneu.img.gz roots-empty.img.gz
danach (als User root, sonst klappen die mount Kommandos vermutlich nicht) mit
$ ./mount-rootfs.sh
das rootfs via loop Back device Mounten. (Kernel muss das unterstuetzen)
dann mit
$ ./compact-rootfs.sh
dafuer sorgen das die Dateien aus dem alten rootfs in das neue umkopiert, das neue Image komprimiert und umkopiert wird damit es beim naechten neuerstellen der Diskette genutzt wird.
Meine Version des verkleinerten leeren rootfs-empty.gz befindet sich HIER

4. Erstellen der Router Diskette

mit:
$ cd ..
gehts eine Etage hoeher in der Verzeichnissherarchie, dort wird nun nachdem man eine Diskette eingelegt hatt mit:
$ ./mkfloppy.sh
die neue Diskette erstellt.

Abgesehen von der Ausfuehrung der beiden Scripts mount-rootfs.sh und compact-rootfs.sh kann die erstellung als normaler Nutzer durchgefuehrt werden. Voraussetzung ist allerdings das der Nutzer direkten Zugriff auf das Floppy Laufwerk hatt. (wie z.b die Angehoerigen der Gruppe `floppy` bei Debian)

5. Nach dem Booten

Nachdem der Router mit der Diskette gebootet wurde und hoffentlich alles ordnungsgemaess erkannt wurde bleibt, wenn der Router nicht auf `auto` eingestellt wurde nur noch, mit:
$ cd unix
und
$ ./imonc 192.168.1.1
die Verbindung zum Router aufzubauen und ueber die Taste `3` den Verbindungsaufbau vorzunehmen.
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